Emelie Petz ist "Eliteschülerin des Sports" am OSP Stuttgart

Bereits mit vier Jahren bewegte sich Emelie Petz lieber im Handstand oder Rad durch die Wohnung als auf zwei Beinen. Heute, 11 Jahre später, ist sie eines der großen Talente am Olympiastützpunkt Stuttgart.

Zugleich überzeugt die 15-­Jährige, die die Lindenrealschule in Stuttgart besucht, mit guten Zeugnissen. Für diese doppelte Leistung wurde die junge Turnerin im September als Eliteschülerin des Sports 2018 ausgezeichnet.  

Ehrung der Stuttgarter Eliteschülerin des Sports 2018 (von links): Die Schulleiterin der Lindenrealschule, Sabine Albrecht, der Sportkoordinationslehrer der Lindenrealschule, Matthias Frank, die Eliteschülerin Emelie Petz, Sparkassenpräsident Peter Schneider sowie der Leiter des Olympiastützpunkts, Thomas Grimminger. Foto: Ines Rudel

Sparkassenpräsident Peter Schneider würdigte die Disziplin der jungen Athletin: „Ihnen gelingt es, trotz einer hohen Trainings-­ und Wettkampfbelastung gute Leistungen in der Schule zu erzielen. Dazu muss man sich klare Ziele setzen und das gelingt nicht jedem – vor allem nicht in Ihrem Alter.“ Die Auszeichnung von Emelie Petz ist zugleich eine Würdigung der Baden ­Württembergischen Eliteschulen des Sports. In Stuttgart gehören sechs Schulen dem Eliteschulverbund an: Trainerinnen und Trainer, Lehrer, Schulleiter, Koordinatoren, Laufbahnberater und andere Aktive des Olympiastützpunkt arbeiten hier in enger Absprache zusammen. So wird es möglich, dass junge Talente ihr sportliches Potential ausschöpfen können, ohne Abstri­che in Sachen Schulbildung hinnehmen zu müssen. Mit Blick darauf, dass Profiturner ihre sportliche Laufbahn in der Regel mit 25 Jahren beenden, ist ein solider Schul­abschluss eine wichtige Investition in die Zukunft. Die deutsche Sparkassenorganisation unterstützt die sieben Eliteschulen in Baden­ Württemberg mit jeweils 7.000 Euro – eine Summe, mit der Anschaffungen und Investitionen an den Schulen unterstützt werden. „Sparkassen sind regional verwurzelt“, betonte der Sparkassenpräsident. „Deshalb kümmern wir uns nicht nur um den Spitzen­-, sondern vor allem auch um den Breitensport. Denn dort geht es los – auch für die Elite.“ Mit einer Spendensumme von rund 90 Millionen Euro ist die Sparkassenfinanzgruppe in Deutschland der wichtigste nicht-staatliche Sportförderer. Für Emelie Petz ist die Auszeichnung eine weitere Stufe auf ihrem Weg nach oben. Die Turnerin hat unter anderem 2017 bei den Deutschen Turn-­Jugendmeisterschaften Platz 1 im Mehrkampf, Sprung, Barren, Boden und Balken belegt. Ihr großes Ziel sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo. Den dafür nötigen Ehrgeiz bringt sie auf alle Fälle mit: Bereits im Alter von fünf Jahren fragte sie ihre Trainerin: „Kann ich bei Dir Weltmeisterin werden?“

Die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht.

(Quelle: Angelika Bruhnke im Sparkassen-Ticker Dezember 2018)