Die Leistung bringen, wenn es zählt - Dialog BMW und Spitzensport

Unter dem Titel „Auf den Punkt fit sein“ starteten im November letzten Jahres der Olympiastützpunkt Bayern und sein langjähriger Duale-Karriere-Partner BMW den Versuch, gegenseitig voneinander zu lernen.

Beim ersten Dialog-Workshop bei BMW standen dabei die Themen Führung, Motivation, Planung und Selbststeuerung im Vordergrund. Initiator war Henrik Loth, der in den 90er Jahren als U19-und U23-Weltmeister im Rudern Erfolge feierte und am OSP trainierte und dort - unter anderem auch von den  Laufbahn­beratern  -  betreut wurde. Als gelungenes Beispiel für die „Duale Karriere“  pflegt er – nun als „Leiter Partnermanagement“ im BMW-Werk für die Logistik zuständig -  weiterhin den Kontakt zum OSP und bietet aktuell aktiven Sportlern leistungssportkompatible Praktikumsplätze an.

Beim Gegenbesuch im Olympiastützpunkt im Mai stand nun folgendes Szenario im Fokus:  

Im November 2018 findet für BMW eine andere Art von Olympia-Start statt: Am Tag X soll die neue 3er Modellreihe im BMW-Werk München reibungslos vom Band laufen d.h. mit jeder Woche steigen die Spannung und der Stress bei den BMW-Führungskräften und Mitarbeitern. So wie bei den Spitzensportlern, wenn es auf den Zielwettkampf (WM, EM, Olympia) zugeht. Da stellen sich dann gleichermaßen für den BMW-Mitarbeiter und den OSP-Sportler die Fragen „Wie bleibe ich gesund?“, „Wie gehe ich mit dem Stress um?“, „Welche Bewältigungsmechanismen oder Notfallpläne habe ich, wenn der Stress zu groß wird oder Störfälle von außen kommen?“ 

Teamfoto vor dem Olympiastadion. Foto: OSP Bayern

Nach einem Rundgang durch den OSP und Impuls-Vorträgen der BMW-Werksärztin Dr. Sabina Härtl und des Sportpsychologen des OSP, Dr. Oskar Handow, wurden dann in einer Arbeitsgruppe sowie in gemischten Tandems Erfahrungen ausgetauscht und Lösungsansätze erarbeitet.

Alles im Gleichgewicht: Pezziball statt Kardanwelle. Foto: OSP Bayern

Die BMW-Mitarbeiter trafen dabei auf eine Reihe von aktuellen Olympia­teilnehmern in Pyeongchang wie die Biathletin Franziska Hildebrand, Snowboarder Konstantin Schad, Eisschnellläufer Moritz Geisreiter oder auf den Kanu-Olympiasieger Dr. Thomas Schmidt, der mittlerweile in einer Führungsposition bei der Firma KUKA tätig ist. Unter dem Zeltdach des Olympiastadions tauschten die Tandems in angeregten Gesprächen ihre Erfahrungen aus.

Last but not least durften sich die BMW-Vertreter unter dem Motto „Gleichgewicht von Körper und Psyche“ dann noch sportlich betätigen. Unter Anleitung des OSP-Trainers Jochen Babock und mit Hilfestellung der Profis wurden sie an ihre koordinativen Grenzen gebracht. Motivation und Ehrgeiz waren groß, so dass bei einigen der Einstieg in den Bundeskader kurz bevorstehen dürfte.

(Quelle: OSP Bayern)