Hochschulen: Duale Karriere mit Studium und Spitzensport

Bundesweit bestehen zahlreiche Kooperationen mit Hochschulen. Deren Ziel ist es, die Studien- und Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass spitzensportliches Engagement mit einer akademischen Ausbildung zu vereinbaren ist.

Kooperierende Hochschulen wurden darauf aufmerksam, dass sportliche Höchstleistungen einen außerordentlich hohen Zeitaufwand von jungen Spitzensportler/innen erfordern und Leistungssport häufig in einem Lebensabschnitt betrieben wird, in dem zugleich die Grundlagen für eine spätere berufliche Karriere gelegt werden.

 

hochschulen Aufsteigend Absteigend PLZ Aufsteigend Absteigend Olympiastützpunkte
Technische Universität Dortmund 44227
OSP Westfalen
OSP Westfalen/Bochum
Bergische Universität Wuppertal 42119
OSP Rhein-Ruhr
Hochschule Magdeburg-Stendal 39114
OSP Sachsen-Anhalt (Bereich Magdeburg)
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 39106
OSP Sachsen-Anhalt (Bereich Magdeburg)
Hochschule Harz 38855
OSP Sachsen-Anhalt (Bereich Halle)
OSP Sachsen-Anhalt (Bereich Magdeburg)
Justus-Liebig-Universität Gießen 35390
OSP Hessen
Philipps-Universität Marburg 35037
OSP Hessen
Universität Kassel 34109
OSP Hessen
Universität Bielefeld 33615
OSP Westfalen
OSP Westfalen/Warendorf
Universität Paderborn 33098
OSP Westfalen/Warendorf
OSP Westfalen
Partnerhochschulen in Niedersachsen 30169
OSP Niedersachsen
Hochschule Fresenius online plus GmbH 265510
OSP Hessen
Fachhochschule Kiel 24149
OSP Hamburg/Schleswig-Holstein (Außenstelle Kiel)
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 24118
OSP Hamburg/Schleswig-Holstein (Außenstelle Kiel)
Hochschule Wismar 23966
OSP Mecklenburg-Vorpommern (Außenstelle Neubrandenburg)
OSP Mecklenburg-Vorpommern (Außenstelle Schwerin)
OSP Mecklenburg-Vorpommern (Standort Rostock)
Technische Universität Hamburg 21073
OSP Hamburg/Schleswig-Holstein (Hauptsitz Hamburg)
HafenCity Universität Hamburg 20457
OSP Hamburg/Schleswig-Holstein (Hauptsitz Hamburg)
Kühne Logistics University - KLU 20457
OSP Hamburg/Schleswig-Holstein (Hauptsitz Hamburg)
Universität Hamburg 20148
OSP Hamburg/Schleswig-Holstein (Hauptsitz Hamburg)
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg 20099
OSP Hamburg/Schleswig-Holstein (Hauptsitz Hamburg)

Dabei ist es besonders wichtig, Athlet/innen nicht nur einen Nachteilsausgleich zu bieten, sondern verlässliche Strukturen zu schaffen, damit sie Ihre akademische Ausbildung trotz der hohen zeitlichen Belastungen des Spitzensports erfolgreich absolvieren können.

Konkrete Unterstützungsmaßnahmen finden dabei auch bereits vor der Aufnahme eines Studiums (u.a. Wahl des Studienfachs- und -orts, Nachteilsausgleich) statt. Der Ablauf und die Organisation des Studiums (u.a. flexible Präsenzpflicht, Studienzeitstreckung und Urlaubssemester) müssen individuell und im Austausch mit Hochschulmentor und Laufbahnberater/in angepasst werden.

Diese Seite möchte über die vielfältigen Angebote mit Präsenz- und Fernstudiengängen, den Bildungspartnern der Olympiastützpunkte, den Partnerhochschulen des Spitzensports (adh) und Stipendenangeboten (u.a. durch die Deutsche Sporthilfe und die regionalen Sporthilfen) eine erste Orientierung liefern. Zur Unterstützung bei der wichtigen Entscheidungsfrage, an welchem Standort sich Spitzensport und Studium bestmöglich verknüpfen lassen, wende Dich an Deine/n Laufbahnberater/in.

Ein Präsenzstudium kann an einer der über 400 staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland gestartet werden. 

Möglicherweise ist sie eine der Partnerhochschulen des Spitzensports. Die Titel werden seit 1999 mit einem Kooperationsvertrag vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) vergeben, seit 2013 erfolgt dies in Abstimmung mit dem regional beteiligten OSP und DOSB. Mittlerweile tragen über 90 Hochschulen, die Mitglied im Verband des adh sind, diesen Titel.

Ein Bachelor- oder Masterabschluss kann auch über ein Fernstudium erworben werden. Dadurch gewinnt man Flexibilität und ist räumlich und zeitlich ungebundener - man muss zu einem geringen Anteil bei Veranstaltungen und Prüfungen vor Ort an der Hochschule sein. Wichtig ist eine Akkreditierung der Hochschule bzw. des Studiengangs - also eine offizielle staatliche Anerkennung.

Gerade durch die gewonnenen Freiheiten ist eine gutes "(Lern-)Umfeldmanagement" besonders wichtig: es ist ratsam, mit dem/der Laufbahnberater/in und der Hochschule darüber zu sprechen. Häufig spricht das "Profil" eines/einer Athlet/in einen späteren Arbeitgeber durch das bewiesene Durchhaltevermögen und die hohe Motivation umso mehr an.

Da ein Studium mit flexiblerem und persönlicherem Service der Hochschule jedoch meist mehr kostet, besprich die Studienplanung mit Deinem/Deiner Laufbahnberater/in. So kannst Du sicher gehen, dass Du umfassend und ganz persönlich zu den Bildungspartner/innen der Olympiastützpunkte informiert wirst.

Bundeskader einer olympischen Sportart können im Rahmen der Bewerbung um zulassungsbeschränkte Studiengänge in besonderen Fällen einen sogenannten „Sonderantrag Nachteilsausgleich“ stellen. Damit sollen Leistungsbeeinträchtigungen beim Erwerb der Studienberechtigung berücksichtigt und durch eine bessere Durchschnittsnote oder eine Verkürzung der Wartezeit ausgeglichen werden. Ein Schulgutachten muss ggf. bei der Leitung der Schule, an der die Studienberechtigung erworben wurde, beantragt werden.

Bei einem derartigen nachträglichen Nachteilsausgleich ändert sich nicht die Abiturnote. Sie kann lediglich im jeweiligen Zulassungsverfahren auf der Grundlage eines Schulgutachtens anders bewertet werden. Prüfe mit Deinem/Deiner Laufbahnberater/in, ob die Voraussetzungen für Dich erfüllt sind und ob ein Nachteilsausgleich bei Deiner Studienbewerbung sinnvoll sein kann.

In mittlerweile neun Bundesländern besteht derzeit eine Quotenregelung, die Bundeskaderathleten/innen bessere Zulassungschancen ermöglichen kann:
Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen (mit der großzügigsten Regelung), Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. 

Um Dich zu deinen Zulassungsmöglichkeiten und -chancen zu informieren, nimm Kontakt mit Deinem/Deiner Laufbahnberater/in auf.

Zur Finanzierung während Deiner Studienzeit solltest Du dich mit Deinem/Deiner Laufbahnberaterin austauschen. Neben allgemeinen Angeboten wie BAföG & Studienkrediten gibt es weitere individuelle Möglichkeiten wie u.a. den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr und das Deutsche Bank Sport-Stipendium der Deutschen Sporthilfe.