Hochschulen: Duale Karriere mit Studium und Spitzensport

Bundesweit bestehen zahlreiche Kooperationen mit Hochschulen. Deren Ziel ist es, die Studien- und Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass spitzensportliches Engagement mit einer akademischen Ausbildung zu vereinbaren ist.

Kooperierende Hochschulen wurden darauf aufmerksam, dass sportliche Höchstleistungen einen außerordentlich hohen Zeitaufwand von jungen Spitzensportler/innen erfordern und Leistungssport häufig in einem Lebensabschnitt betrieben wird, in dem zugleich die Grundlagen für eine spätere berufliche Karriere gelegt werden.

 

hochschulen Aufsteigend Absteigend PLZ Aufsteigend Absteigend Olympiastützpunkte
Technische Universität Dresden 01069
OSP Chemnitz/Dresden (Standort Dresden)
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden 01069
OSP Chemnitz/Dresden (Standort Dresden)
Staatliche Studienakademie Riesa 01591
OSP Chemnitz/Dresden (Standort Chemnitz)
OSP Chemnitz/Dresden (Standort Dresden)
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg 03046
OSP Brandenburg (Bereich Cottbus)
OSP Brandenburg (Bereich Frankfurt/Oder)
OSP Brandenburg (Standort Potsdam)
Universität Leipzig 04109
OSP Leipzig
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig 04277
OSP Leipzig
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 06108
OSP Sachsen-Anhalt (Bereich Halle)
Hochschule Merseburg 06217
OSP Sachsen-Anhalt (Bereich Halle)
OSP Sachsen-Anhalt (Bereich Magdeburg)
Friedrich-Schiller-Universität Jena 07743
OSP Thüringen
Technische Universität Chemnitz 09111
OSP Chemnitz/Dresden (Standort Chemnitz)
Hochschule Mittweida 09648
OSP Chemnitz/Dresden (Standort Chemnitz)
Humboldt-Universität zu Berlin 10099
OSP Berlin
Charité Universitätsmedizin 10117
OSP Berlin
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin 10318
OSP Berlin
DHGS Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport 10367
OSP Berlin
Technische Universität Berlin 10623
OSP Berlin
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin 10825
OSP Berlin
Beuth Hochschule für Technik Berlin 13353
OSP Berlin
OSP Brandenburg (Standort Potsdam)
Freie Universität Berlin 14195
OSP Berlin
Fachhochschule Potsdam 14469
OSP Brandenburg (Standort Potsdam)

Dabei ist es besonders wichtig, Athlet/innen nicht nur einen Nachteilsausgleich zu bieten, sondern verlässliche Strukturen zu schaffen, damit sie Ihre akademische Ausbildung trotz der hohen zeitlichen Belastungen des Spitzensports erfolgreich absolvieren können.

Konkrete Unterstützungsmaßnahmen finden dabei auch bereits vor der Aufnahme eines Studiums (u.a. Wahl des Studienfachs- und -orts, Nachteilsausgleich) statt. Der Ablauf und die Organisation des Studiums (u.a. flexible Präsenzpflicht, Studienzeitstreckung und Urlaubssemester) müssen individuell und im Austausch mit Hochschulmentor und Laufbahnberater/in angepasst werden.

Diese Seite möchte über die vielfältigen Angebote mit Präsenz- und Fernstudiengängen, den Bildungspartnern der Olympiastützpunkte, den Partnerhochschulen des Spitzensports (adh) und Stipendenangeboten (u.a. durch die Deutsche Sporthilfe und die regionalen Sporthilfen) eine erste Orientierung liefern. Zur Unterstützung bei der wichtigen Entscheidungsfrage, an welchem Standort sich Spitzensport und Studium bestmöglich verknüpfen lassen, wende Dich an Deine/n Laufbahnberater/in.

Ein Präsenzstudium kann an einer der über 400 staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland gestartet werden. 

Möglicherweise ist sie eine der Partnerhochschulen des Spitzensports. Die Titel werden seit 1999 mit einem Kooperationsvertrag vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) vergeben, seit 2013 erfolgt dies in Abstimmung mit dem regional beteiligten OSP und DOSB. Mittlerweile tragen über 90 Hochschulen, die Mitglied im Verband des adh sind, diesen Titel.

Ein Bachelor- oder Masterabschluss kann auch über ein Fernstudium erworben werden. Dadurch gewinnt man Flexibilität und ist räumlich und zeitlich ungebundener - man muss zu einem geringen Anteil bei Veranstaltungen und Prüfungen vor Ort an der Hochschule sein. Wichtig ist eine Akkreditierung der Hochschule bzw. des Studiengangs - also eine offizielle staatliche Anerkennung.

Gerade durch die gewonnenen Freiheiten ist eine gutes "(Lern-)Umfeldmanagement" besonders wichtig: es ist ratsam, mit dem/der Laufbahnberater/in und der Hochschule darüber zu sprechen. Häufig spricht das "Profil" eines/einer Athlet/in einen späteren Arbeitgeber durch das bewiesene Durchhaltevermögen und die hohe Motivation umso mehr an.

Da ein Studium mit flexiblerem und persönlicherem Service der Hochschule jedoch meist mehr kostet, besprich die Studienplanung mit Deinem/Deiner Laufbahnberater/in. So kannst Du sicher gehen, dass Du umfassend und ganz persönlich zu den Bildungspartner/innen der Olympiastützpunkte informiert wirst.

Bundeskader einer olympischen Sportart können im Rahmen der Bewerbung um zulassungsbeschränkte Studiengänge in besonderen Fällen einen sogenannten „Sonderantrag Nachteilsausgleich“ stellen. Damit sollen Leistungsbeeinträchtigungen beim Erwerb der Studienberechtigung berücksichtigt und durch eine bessere Durchschnittsnote oder eine Verkürzung der Wartezeit ausgeglichen werden. Ein Schulgutachten muss ggf. bei der Leitung der Schule, an der die Studienberechtigung erworben wurde, beantragt werden.

Bei einem derartigen nachträglichen Nachteilsausgleich ändert sich nicht die Abiturnote. Sie kann lediglich im jeweiligen Zulassungsverfahren auf der Grundlage eines Schulgutachtens anders bewertet werden. Prüfe mit Deinem/Deiner Laufbahnberater/in, ob die Voraussetzungen für Dich erfüllt sind und ob ein Nachteilsausgleich bei Deiner Studienbewerbung sinnvoll sein kann.

In mittlerweile neun Bundesländern besteht derzeit eine Quotenregelung, die Bundeskaderathleten/innen bessere Zulassungschancen ermöglichen kann:
Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen (mit der großzügigsten Regelung), Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. 

Um Dich zu deinen Zulassungsmöglichkeiten und -chancen zu informieren, nimm Kontakt mit Deinem/Deiner Laufbahnberater/in auf.

Zur Finanzierung während Deiner Studienzeit solltest Du dich mit Deinem/Deiner Laufbahnberaterin austauschen. Neben allgemeinen Angeboten wie BAföG & Studienkrediten gibt es weitere individuelle Möglichkeiten wie u.a. den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr und das Deutsche Bank Sport-Stipendium der Deutschen Sporthilfe.