Mit der Spitzensportförderung bietet die Bundespolizei jungen hochtalentierten Sportlerinnen und Sportlern, die bestimmte Sportarten als Leistungssport ausüben, während ihrer sportlichen Laufbahn zugleich eine vollwertige Berufsausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst in der Bundespolizei. Die vielen herausragenden Erfolge der Spitzensportlerinnen und -sportler der Bundespolizei bei nationalen und internationalen Sportveranstaltungen sowie Olympischen Spielen verdeutlichen die Leistungsfähigkeit der Spitzensportförderung der Bundespolizei.

 

Die Spitzensportförderung durch die Bundespolizei verfolgt das Ziel, junge hochtalentierte Sportlerinnen und Sportler in der Ausübung des Leistungssports zu fördern und ihnen gleichzeitig eine dauerhafte berufliche Perspektive zu bieten.

Nach Beendigung ihrer sportlichen Laufbahn stehen den Athletinnen und Athleten gute berufliche Entwicklungsmöglichkeiten im vielfältigen Aufgabenbereich der Bundespolizei offen.

Die Sportarten
Die Spitzensportförderung der Bundespolizei umfasst zurzeit zwölf Wintersportarten (Alpiner Rennlauf, Biathlon, Freestyle, Nordische Kombination, Skilanglauf, Skispringen, Eisschnelllauf, Short Track, Bob, Rennrodeln, Snowboard und Skeleton) und sechs Sommersportarten (Leichtathletik, Radsport, Judo, Rudern, Kanusport und Sportschießen).

Trainingsstandorte
Der Kurort Bad Endorf ist seit 1978 Sitz der Bundespolizeisportschule Bad Endorf für die Wintersportarten.

In der Bundespolizeisportschule Kienbaum (bis 2011 in Cottbus) werden seit Oktober 1999 erfolgreich junge Spitzensportlerinnen und -sportler in den Sommersportarten trainiert.

Wer wird gefördert?
Voraussetzung für eine Aufnahme in die Spitzensportförderung der Bundespolizei ist neben der allgemeinen Eignung für den Polizeivollzugsdienst, dass Bewerber eine bei der Bundespolizei geförderte Sportart als Leistungssport betreiben und in der Prognose Spitzenleistungen auf Weltniveau erreichen können.

Vereinbarkeit von Spitzensport und Polizeiausbildung
Die Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten in der Bundespolizei erfolgt in einem ausgewogenen, mit den Anforderungen des Hochleistungssports abgestimmten Verhältnis.

Während in den Wintersportarten im Zeitraum April bis Juli die polizeifachliche Ausbildung und das erforderliche disziplinspezifische Training nebeneinander durchgeführt werden, stehen die Monate August bis November ausschließlich für die Saisonvorbereitung und die Monate Dezember bis März für die Wettkampfsaison zur Verfügung. Demgegenüber sind die Ausbildungszeiträume in den Sommersportarten mit der Wettkampfsaison im Sommer abgestimmt.

Bei der Entscheidung für dieses duale System der Förderung des Leistungssports ließ sich das Bundesministerium des Innern von dem Grundgedanken leiten, dass es nicht zu verantworten sei, lediglich die sportlichen Fähigkeiten junger Menschen zu nutzen, ihnen aber keine berufliche Perspektive zu geben.

Berufliche Perspektive im Anschluss an die Sportlerkarriere
Nach Beendigung ihrer sportlichen Laufbahn verbleiben rund 80% der Sportlerinnen und Sportler bei der Bundespolizei und sind in den verschiedensten Funktionen des mittleren Polizeidienstes im Einsatz. Den Athletinnen und Athleten stehen hier gute Entwicklungsmöglichkeiten im vielfältigen Aufgabenbereich der Bundespolizei offen. Dazu zählen auch Aufstiegsmöglichkeiten in den gehobenen, später sogar in den höheren Polizeivollzugsdienst.